Offenes Feuer

Kerzen als Brandursache

Die häufigsten Brandauslöser in Wohnungen sind „vergessene“ Kerzen. Nicht nur im Winter - zu jeder Jahreszeiten sind Kerzen und offenes Feuer Auslöser von Bränden. Letztes Jahr waren das 3.468 Brände mit einem Gebäudeschaden von fast 14 Millionen Euro bei den Kunden der Bayrischen Versicherungskammer

Zu Ihrer Sicherheit:

Bei Festen und Feiern werden Kerzen - meist zu später Stunde, wenn Alkohol und Müdigkeit die Aufmerksamkeit beeinträchtigen - vergessen:

Sorgen Sie vor und stellen Sie Kerzen

  • grundsätzlich in stabile, standsichere, nicht brennbare Kerzenhalter, in denen sie eventuell auch unbesorgt ausbrennen können
  • in ausreichendem Abstand zu brennbaren Gegenständen (Vorhängen, brennbaren Dekorationen, Lampions usw.)

Kerzen müssen im Auge behalten werden:

  • Lassen Sie brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt und Kinder mit brennenden Kerzen nie allein
  • Löschen Sie zu fortgeschrittener Stunde vorsorglich die Kerzen rechtzeitig

 

 

Tipp: Verwenden Sie auch keine Kerzen im Keller oder auf dem Dachboden, z.B. zum Suchen von gelagerten Gegenständen. Schnell ist eine Kerze vergessen oder fällt um. Besser ist hier eine Taschenlampe oder die Installation einer festen Leuchte.

Feuerlöscher richtig einsetzen

So greifen Sie das Feuer richtig an:

Bildquelle: http://www.git-sicherheit.de/sites/git-security.com/files/images/special/63771255__original.jpg

 

Das richtig Löschmittel

Allgemein:
Ein falsches Löschmittel kann einen Brand schlagartig um ein Vielfaches vergrößern. Beispiel: Besprühen eines Fettbrandes mit Wasser.

Die Brandklasseneinteiliung hilf bei der Auswahl des richtigen Löschmitttels.

http://www.feuerwehr-ennerich.de/uploads/pics/einteilungder_brandklassen.jpg

Bildquelle: http://www.feuerwehr-ennerich.de/uploads/pics/einteilungder_brandklassen.jpg

 

Der Löscher

Bei den Löschern unterscheidet man zwei Typen:
Aufladelöscher: Das Treibgas befindet sich in einem eigenen, zweiten Behälter und strömt erst bei Auslösung in den Löschmitteltank
Dauerdrucklöscher: Löschmittel und Treibgas sind in einem Behälter

 

Wie oft muss man Feuerlöscher prüfen?
Feuerlöscher, die durch Gesetze oder Auflagen vorgeschrieben sind, muss man in gebrauchsfähigem Zustand halten. Auch freiwillig aus Sicherheitsgründen angeschaffte Löscher sollte man regelmäßig prüfen lassen.
Die Normung der Feuerlöscher sieht eine Prüfung alle zwei Jahre vor. Nach zwei Jahren besteht keine Gewähr mehr für die Einsatzfähigkeit eines Feuerlöschers. Besondere Umgebungsbedingungen (z.B. Stallgebäude) können kürzere Prüfintervalle erfordern.
Vorsicht bei älteren Dauerdrucklöschern: Die Behälter stehen unter Druck und müssen daher - zusätzlich zu den genannten Prüfungen nach der Druckbehälterverordnung - alle zehn Jahre durch Sachverständige (z.B. TÜV) geprüft werden

 

Sind Feuerlöscher vorgeschrieben?

Privathaushalt
Handfeuerlöscher sind nach den heute gültigen öffentlich-rechtlichen Bauvorschriften für Privathaushalte grundsätzlich nicht mehr vorgeschrieben. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um Ein-, Zwei- oder Mehrfamilienwohngebäude oder Wohnanlagen handelt. Auch in Tiefgaragen sind keine Handfeuerlöscher mehr vorgeschrieben. Jedoch kann hier die Genehmigungsbehörde Handfeuerlöscher beauflagen. Lediglich die "technischen Regeln Flüssiggas" verlangen, dass Behälteranlagen an einer gute zugänglichen Stelle mit einem 6kg-ABC-Löscher ausgerüstet sind.

Handel, Gewerbe und Sonderbauten
Die notwendige Anzahl von Feuerlöschern wird in der Regel für die Ausrüstung von Arbeitsstätten mit Feuerlöschern des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaft genannt. Für Sonderbauten (z.B. Gaststätten, Versammlungsstätten, Hotels) gelten die Sonderbauvorschriften (z.B. Gaststätten- bzw. Versammlungsstättenverordnung)

Allgemein
Grundsätzlich kann die Baugenehmigungsbehörde weitere Feuerlöscher zur Auflage machen. Im gewerblichen und landwirtschaftlichen Bereich sind im Versicherungsvertrag Zusatzklauseln oder zusätzliche Sicherheitsvorschriften möglich.

Rauchmelder - Lebensretter für Ihre Wohnung

Brandtote sind Rauchtote

Jeden Monat verunglücken 50 Menschen tödlich durch Brände, die meisten davon in den eigenen vier Wänden. Die Mehrheit stirbt an einer Rauchvergiftung. Zwei Drittel aller Brandopfer werden nachts im Schlaf überrascht.

 

Die jährlichen Folgen in Deutschland: 600 Brandtote, 6.000 Brandverletzte mit Langzeitschäden und über eine Mrd. Euro Brandschäden im Privatbereich. In einigen Bundesländern ist daher die Installation von Rauchmeldern bereits gesetzlich vorgeschrieben.  mehr...

Ursache für die etwa 200.000 Brände im Jahr ist aber im Gegensatz zur landläufigen Meinung nicht nur Fahrlässigkeit: Sehr oft lösen technische Defekte Brände aus, die ohne vorsorgende Maßnahmen wie Rauchmelder zur Katastrophe führen. Vor allem nachts werden Brände in Privathaushalten zur tödlichen Gefahr, wenn alle schlafen, denn im Schlaf riecht der Mensch nichts. Tödlich ist bei einem Brand in der Regel nicht das Feuer, sondern der Rauch. Bereits drei Atemzüge hochgiftigen Brandrauchs können tödlich sein, die Opfer werden im Schlaf bewusstlos und ersticken dann.

Da bereits das Einatmen einer Lungenfüllung mit Brandrauch tödlich sein kann, ist ein  Rauchmelder der beste Lebensretter in Ihrer Wohnung. Der laute Alarm des Rauchmelders warnt Sie auch im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr und gibt Ihnen den nötigen Vorsprung, sich und Ihre Familie in Sicherheit zu bringen und die Feuerwehr zu alarmieren.
Zigarettenrauch löst übrigens bei qualitativ hochwertigen Rauchmeldern keinen Alarm aus, solange die Zigarette nicht direkt unter den Rauchmelder gehalten wird.

 

Alle weiteren, umfassenden Informationen zu diesem Thema finden Sie auf dieser Seite.